Selbstgemacht

socken Wie oft denke ich mir, nicht nur nach Gesprächen in der Telefonseelsorge, sondern auch nach  Gesprächen mit der Familie, im Alltag oder nach der Zeitungslektüre: Warum machen wir Menschen uns das Leben so schwer?

Reicht es nicht, dass es Krankheiten, Unfälle und Naturkatastrophen gibt, warum noch so viel
„selbstgemachtes“ Leid?
Was meine ich damit? Ich meine nicht die großen Lebenskrisen, sondern unser täglichen Ärger und Frust, unsere Enttäuschungen.
Warum ärgere ich mich? Ganz oft doch, weil das Leben nicht so läuft, wie ich es mir vorstelle, wie ich es will. Weil die Menschen um mich herum, nicht so sind, wie ich sie mir wünsche, weil sie sich nicht so verhalten, wie ich es für richtig halte. Es passiert trotzdem, weder das Leben, noch die Menschen um mich herum tanzen nach meiner Pfeife – hoffentlich 😉
Das auszuhalten und zu akzeptieren ist ein großes Stück der „selbstgemachten“ Lebenszufriedenheit. Zu akzeptieren was ist, was ich nicht ändern kann, was nicht in meiner Macht steht, ist weise.

„Gott gebe mir die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden“, heißt ein passendes Gebet.

Verschwenden wir nicht unsere Kraft, Lebensfreude und Energie, um uns über Unveränderliches zu ärgern und zu kränken. Üben wir, ohne Erwartungen dem Leben und den Menschen gegenüber offen zu sein. Immer wieder „ja“ zu sagen, zu dem was ist. Auch mir fällt das oft nicht leicht, aber ich versuche, auch die Erwartungen an mich und meine „Weisheit“ nicht zu hoch zu schrauben …

viel Gelassenheit – auch Ihnen selbst gegenüber,
wünscht Ihnen, Wolke 142