Von Einer die auszog das Annehmen zu lernen

… dann geh ich mal …..

…von Einer die auszog das Annehmen zu lernen ….

Die Sommerzeit lädt ein, sich einmal für mehrere Tage auf den Weg zu machen, eine längere Wanderung zu planen, abzuschalten, allein zu sein, Neuem zu begegnen, Sich zu begegnen. Und dann, am ersten Tag passiert mir durch Unachtsamkeit und „hudeln“ ein böser Sturz, der eine tiefe Wunde aufreißt. Panik, Hilflosigkeit, Schock. Niemand in Rufweite, niemand der sagt, was zu tun wäre. „Alles wird gut, ganz ruhig, atme tief durch“ die eigenen Worte klingen wie Mantras. Die Natur bietet massenhaft Kräuter, gleich hier in der Wiese, die Erstversorgung gelingt mir recht gut. Und dann? Abbruch oder Neustart? Trotz Schmerzen, trotz Unsicherheit was da kommen mag wird es ein Neustart. Das Bauchgefühl sagt mir: „Du schaffst das, probiere es wenigstens“. Ein Schritt nach dem anderen, nicht die ganze Etappe vor den Augen, sondern spüren, wenn es Zeit ist zu rasten. Wissend, es braucht auch professionelle Hilfe und diese auch anzunehmen. Mit jedem Schritt mit jedem Tag heilt meine Wunde ein wenig, aber sie braucht Zuwendung, braucht jemanden der sich auskennt was zu tun ist, braucht Beachtung. Die Wunde ist nach außen gut sichtbar, unbekannte Menschen bieten mir Hilfe an, einfach so. Annehmen ist auch eine Kunst, aber sie dient schlussendlich der Heilung auf wundersame Weise. Die Narbe wird mich daran erinnern, dass es in schwierigen Situationen und Zeiten immer mehrere Varianten gibt diese zu bewältigen und es sich lohnt, sich auch einmal auf etwas Neues einzulassen.