Mobbing – Was kann ich tun?

Ein Mobbing-Tagebuch …

Eine Möglichkeit für Menschen, die von Mobbing betroffen sind, ist es ein Tagebuch über die erlebten Vorfälle zu führen. Das macht zwar Arbeit und braucht auch Disziplin, denn du solltest möglichst regelmäßig und detailliert alles aufzuzeichnen, was dir in diesem Zusammenhang widerfahren ist. Das hilft dir nämlich bei der Sicherung von Beweisen, dient deiner Auseinandersetzung und Aufarbeitung der eigenen Situation und kann im Fall einer Anzeige oder für gerichtliche Beweisführung sehr hilfreich sein.

Was wird empfohlen?

Nimm entweder einen Buchkalender mit viel Platz für jeden Tag oder führe ein elektronisches Tagebuch und halte folgendes jeden Tag fest:

Datum und Uhrzeit, weil man sich sonst schon nach einigen Tagen nicht mehr genau erinnert  

Was ist passiert? Schreib den Vorfall möglichst detailliert auf, wer hat was gemacht und wer hat das eventuell noch mitbekommen?

Was hast du empfunden? Beschreib deine körperlichen oder seelischen Reaktionen und wie lange sie angehalten haben.

Welche Folgen hatte das für mich? bist zu z. B. zum Arzt gegangen, krank geworden, musstest freinehmen…

Wen habe ich informiert? Freunde, Familie, ArbeitskollegInnen, Bekannte

Wenn nichts passiert ist, dann bist du den Mobbern vielleicht nicht begegnet oder sie waren nicht da, bitte zeichne auch das auf.

Vergiss auch nicht festzuhalten, wenn dich jemand zu Hause oder in deiner Freizeit unter Druck setzt, weil er dich vielleicht anruft oder dich in den sozialen Medien angreift.

Deine Aufzeichnungen können dir auch dabei helfen, wenn du Hilfe in Anspruch nimmst. So kannst du unter anderem in der Telefonseelsorge nicht nur unter 142 telefonisch Unterstützung bekommen. Seit einigen Jahren gibt es die Onlineberatung mittels Email oder in einem Chat unter www.onlineberatung-telefonseelsorge.at  wo du dich vertrauensvoll hinwenden kannst.