Lernen mit Konflikten umzugehen

„Du solltest lernen, mit Konflikten umzugehen!“ Tja, wie oft habe ich diesen Satz schon gehört, so dass ich ihn eigentlich gar nicht mehr hören mag. In dem Moment, wo ich ihn höre, verschließt sich etwas in mir, kein Wort kann ich dann mehr sagen. Ein gewisser Groll mir gegenüber macht sich bemerkbar. Warum reagiere ich jedes Mal mit solch einer Ablehnung? Sollte ich mir mal die Zeit nehmen und darüber nachdenken, warum das mit mir passiert und was mich eigentlich so daran stört? Und wieder schleicht sich ein Unbehagen an die Oberfläche. Es kommt mir so „lehrerhaft“ vor, so besserwisserisch. Es gibt mir auch das Gefühl, dass ich es absichtlich nicht können will, weil ich nicht hinschauen will, weil ich nicht fähig bin, „angemessen“ darauf zu reagieren. Es macht mich ohnmächtig und tut weh, wenn ich genauer hinschaue. Ich mag Konflikte einfach nicht. Irgendwie bin ich grad mittendrin im Schlamassel. Und was ist, wenn ich es einfach aussitze?
Na ja, auch nicht wirklich gut. Puh, na gut, wenn ich schon mal angefangen habe, dann bleib ich jetzt mal dran, ausnahmsweise. Mein Widerstand bröckelt, ich glaube, das ist ein gutes Zeichen. Vielleicht ist es doch nicht so schwer?