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Vermissen und lieben

Wenn ein geliebter Mensch plötzlich verstirbt, bleibt im ersten Moment die eigene Zeit stehen. Es ist, als ob die Welt rundherum sich weiterdreht, aber ohne dass man selbst noch daran teilnimmt. Der Schock fühlt sich an wie eine Ewigkeit. Das Realisieren geschieht nur langsam.

Es folgen tiefe Traurigkeit, Verzweiflung und auch immer wieder Unfassbarkeit. Wut und Fragen wie „Was wäre gewesen, wenn…?“ mischen sich hinzu. Es braucht Zeit. Zeit, um sich zu fassen und sich zu verabschieden. Und selbst mit der Zeit wird es nicht ganz gut. Wenn jemand stirbt, dann wird das nicht mehr gut. Es wird anders.

Das Wort „vermissen“ bekommt eine neue Bedeutung. Manchmal tut es unheimlich weh. Doch manchmal schleicht sich ein anderes Gefühl dazu. Es ist die Liebe. Das tiefere Wesen des Vermissens. Je mehr ein Mensch geliebt wurde, desto mehr vermisst man diesen Menschen nach seinem Tod. Es hilft, sich diese Liebe wieder in Erinnerung zu rufen, um das Vermissen auszuhalten. Es hilft auch, um schöne Erinnerungen hervorzuholen. Die Liebe macht den Tod nicht ungeschehen. Aber die Liebe kann den Tod überdauern. Und das darf sein. Das Gefühl des Vermissens erinnert uns an diese Liebe.

 

DANKE

Liebes Team der Telefonseelsorge Österreich,

Ich möchte euch auf diesem Weg mein großes, herzliches DANKE zukommen lassen.

Vor mittlerweile 8 Wochen habe ich mich in einer absoluten Krisensituation, in einer Depression mit heftigen Suizidgedanken und -absichten, voller Verzweiflung an die Telefonseelsorge gewandt. Am anderen Ende der Leitung war eine sehr aufmerksame, liebevolle weibliche Person, die mir zugehört hat und hilfreichen Rat geben konnte. Ihre konkrete Hilfestellung war, mich in ein Psychiatrisches Krankenhaus einweisen zu lassen und mir die Möglichkeit einer Reha aufzuzeigen. Sie erzählte mir dabei von einem bekannten Fall, bei dem diese Hilfemaßnahmen zu einer guten Stabilisierung beigetragen haben.

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