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Umgang mit Trauernden nach einem Suizid

Eine Freundin erzählte mir darüber, dass sich in ihrer Nachbarschaft ein Mann das Leben genommen hatte. Er hatte sich erhängt. Alle waren fassungslos und fragten sich nach dem Warum.

Das Schwierigste aber für meine Freundin war jetzt die Frage, wie man seiner Witwe begegnen sollte, die sie fast täglich beim Hundespaziergang sah.

Der Suizid eines Angehörigen führt die Zurückbleibenden an die Grenzen der Belastbarkeit. Es gehört wohl zu den schmerzlichsten Erfahrungen, die ein Mensch machen kann und ist mit tiefer und lang anhaltender Trauer verbunden.

Erschwerend kommt dazu, dass in unserer Gesellschaft über das Thema Suizid kaum offen gesprochen wird. Einerseits wissen viele Menschen nicht, wie sie mit den trauernden Menschen umgehen sollen und die Betroffenen tun sich sowieso schwer, über ihren Verlust zu sprechen, auch aus Scham und Angst vor Schuldzuweisungen. Manchmal ziehen sie sich deshalb auch aus ihrem gewohnten Umfeld zurück und geraten selber in eine Lebenskrise.

Ich ermunterte meine Freundin dazu, aktiv auf die betroffene Nachbarin zuzugehen und ihr ihre aufrichtige Betroffenheit und Anteilnahme zu zeigen. Ich riet ihr außerdem dazu, zu versuchen, der Nachbarin gut zuzuhören und Verständnis und Interesse für ihre schwierige Situation und Gefühlswelt zu haben. Ich meinte auch, ob es vielleicht möglich wäre, kleine nachbarschaftliche Unterstützungsangebote zu machen.

Auf jeden Fall, sagte ich zu meiner Freundin, sollte sie sich durch ihre eigene Hilflosigkeit nicht davon abhalten lassen, mit der trauernden Frau Kontakt aufzunehmen.

Für Angehörige bleibt der Suizid für lange Zeit ein beherrschendes Thema in ihrem Leben. Sie brauchen meist viele kleine Schritte, um langsam in die Normalität ihres Alltags zurückkehren zu können.

In diesem Fall war es für meine Freundin möglich, mit der Nachbarin in gutem Kontakt zu kommen und es entwickelte sich im Laufe der Zeit eine Art Freundschaft. Sie gingen jedenfalls in der kommenden Zeit oft gemeinsam mit ihren Hunden spazieren.

GELD REGIERT DIE WELT

„Was soll ich nur tun, ich bin mit 8000 € bei der Bank verschuldet und heute habe ich vom Gericht eine Mahnung bekomme, wenn ich nicht binnen 14 Tagen die ausständige Miete in Höhe von 480 € einzahle, werde ich delogiert und muss meine Wohnung aufkündigen. Wovon soll ich denn in so kurzer Zeit derartige Summen bezahlen? Ich bin derzeit arbeitslos und beziehe lediglich das bisschen Arbeitslosengeld.“ Weiterlesen